Anekdoten
Impressum
Motivationslager
Selbstsuche
Trenditworks
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
icon
Prekarität jenseits der Mindestsicherung

 
Essenbesorgen ja, aber wie im krieg. Was hatten wir denn zur auswahl. Etwa einen supermarkt. Wer klaustrophobische menschenansammlungen scheut geht da nie rein zur peaktime. Es gab selbstbedienungskassen, die waren aber auch recht voll. Hatte ich lust mich durch dieses gewühl zu kämpfen ohne dann wirklich was warmes fertigzuhaben? Nein, eigentlich nicht.
Ne kantine gabs. Da haben 800 leute platz. Unglaublich aber war. In der peaktime sitzen wirklich 800 leichen in dieser kantine drin. Dunkel ists auch. Nie habe ich einen solchen ort akkumulierten elends erblickt und bin am absatz umgekehrt.
Wenige tage war meine rettung der campingwagen. Am dritten tag aber ließ auch er mich im stich. Das essen was er noch hatte war grauslich und selbst diese reste kletzelte die dame für den herrn zusammen, der sich vor mir vorgedrängt hatte. Mcih dann höhnisch ansah. Er bekam wenigstens etwas: nämlich halbert verweste gröstl mit stinki-speck. Ich bekam dann nix mehr. Ich saß vor leeren trögen. Auch 20 min drauf kam ich wieder. Die tröge waren leer. ‚wie im krieg’, merkte ich zynisch an. Die andren kunden lachten. Mir war gar nicht zum lachen. Ich war mitten im horrortrip des leistens und dennoch hungerns.
Es blieb die filiale einer bäckereikette. Die hatten immer eine lange schlange. Einmal sogar wurde ich in dieser schlange ostentativ, ja vorsätzlich übergangen. Bin ich luft? Ich musste mich zusammenreißen. Schließlich wars firmengelände. Und wenn ich dann dort endlich was kaltes erjangt hatte, galts nen sitzplatz in der filiale zu suchen. Aber überall saßen kunden rum, die sich ein alibi-sackl am tisch glegt hatten und aber gar nicht aßen sondern nur saßen. Sagen durfte man nix. Und so fraß ich das elendigliche pizza zeugs zwischen 2 tischen sitzend mit dem pappendeckl am schoß. Gibt’s erniedrigenderes? Dafür dass man leistet, und dann so was?
r-s-t u-v-w x-y-z: fallen mir noch neun episoden ein, die sich allein von den 4 erlittenen tagen nähren?

Gratifikatoren hätts ja schon einmal gar keine gegeben. Es gab gar nicht die chance, zu reussieren. Es war von vornherein eine situationsmaloche in der man nur versagen konnte.in der man letztlich auch nur verachtung finden konnte. Weit weg jegliche form von allfälligen gratifikatoren, wo ja noch hinzukam, dass vis a vis von mir die perfekte tippmamsell saß, die ja eh nur einen tätigkeitsbereich hatte und außerdem sich ihre arbeitszeit aussuchen konnte. Gleichviel stunden hatten wir, gleich eingestuft waren wir, nur sie war gleicher. Da schon in meiner frühen kindheit genau solche sachlagen existierten, ist bis heute so was für mich ein total rotes tuch. Also keine gratifikation für das stück feuchten dreck, der sich ramona nennt (mich also).
Dafür aber alle stressoren, wie sie im buche stehen. Unter stressoren finde ich im fachbuch nämlich:
1)Zeitliche überlastung. Ja in jedem fall. 40 std auf die hälfte reduzieren heißt: man kann all dies nicht unterbringen, zumal man wichtige vorgänge in der sonderlichen anstalt ja gar nicht kennen KANN! Und dies alles erst unter schmerzhaften try&error eruieren muss. Gesichtsverluste am laufenden band.
2)problematische-informationslage: schwer, info von den leuten zu erhalten, wenn ich nicht an der zwangsmittagspause teilnehmen kann (weil mir da nämlich die arbeit liegen bleibt bei dem sinnlosen rumsitzen). Das einschulen lief zäh, mit unterbrechungen und besorgniserregender zerstreutheit der alten alzheimer-dame. Die chefin machte sich nur rar. Die tippmamsell war in ihrem stoisch-autistischen tippen gar nicht zu unterbrechen. (ich weiss aus eigner erfahrung dass man mit tippen sehr gut arbeit fingieren kann).
3)arbeits-unterbrechungen. Ja und wie. Ich war ja der tschackl für alle 25 vollkoffer. Und dann musste ich den beratungstisch auch noch bespielen, an dem ich aber eh ahnungslos war. Was auf die kunden wiederum einen verstörenden eindruck gemacht hätte. Dann wär wieder die ölkreiden-hysterikerin gekommen, und ich hätte einen kopierer reparieren müssen, es hätte mir wieder jemand mit brachialer gewalt den stempel mehrfach auf den tisch gehämmert, und die nerven wären unentwegt zum zerreißen gespannt gewesen. Wohlweislich lag unser büro gleich im ersten stock. Also da rauszuspringen hätte auch nur schmerzhafte verletzungen zur folge gehabt und ich wäre als unfreiwilliger organspender verendet. Was war denn nun wirklich noch der unterschied zwischen jener stätte-der-qualen und dac*au.

Es war ja jetzt die rede von einer sitzung gewesen. Für die ich den raum hätte buchen sollen. Anfangs hatte ich angenommen, die sitzung wär wöchentlich jeden Donnerstag.nein nur 1x/monat sei sie, erfuhr ich dann berichtigt. Das kam sehr oft vor. Ich saß einfach falschen meldungen auf. Weil sie mir ungenau übermittelt wurden oder nicht rechtzeitig korrigiert wurden. Wie ein depp kam ich mir da vor. Immerhin für 25 leute (sogar 30 fassungsvermögen) hätte ich ja da den raum buchen sollen. Zu sagen ist: das firmengelände ist sehr sehr groß und obwohl wir in unserem 2. stock diese knuffige perfekte lounge hatten, war sie dem department offenbar zu minderwertig gewesen, dass man dort die sitzung abhalten hätte können. Letztendlich hatte ichs dann nicht diese wochen bis zur sitzung ausgehalten. Denn schon nach vier tagen probezeit war ich nicht mehr herrin meiner gedanken gewesen. Ausgebrannt, ja schwer krank und traumatisiert war ich ja dann: gar suizidal. Aber denen machatscheks ist das ja völlig blunze. Jetzt SÄHE ich mich da in der sitzung. Kenne die namen von jenen gestylten katalog-menschen nicht die da alle was sagen. Wäre aber die protokollantin gewesen. Das wäre ein echt schlechtes protokoll gewesen. Wohl kaum oder nur äußerst schleppend hätt mir die abstoßende frau alzi mit den toten hasserfüllten augen irgendne vorgabe oder beispiele zur protokollführung gegeben. Dabei ist so etwas genauso wichtig wie die arbeitsplatzbeschreibung. Die es ja auch nicht gab und die aber eine absolute selbstverständlichkeit hätte sein sollen.

einer der ersten dialoge als ich vor 3 wochen antrat: deine kollegin (namens tipmamsell) wird die vormittage machen wir gehen davon aus du machst die nachmittage. die kollegin maunzt: "ich hab nämlich kinder -2! zwei kinder hab ich" gleich drauf die alte alzi zu mir: 'hast du kinder'? schwanzvergleich. nun muss ich mich rechtfertigen dass und wofür ich die nachmittage selbst brauche. auch hatte ich dies glatt dargelegt im bewerbungsgespräch. wissend: strategisch günstig es zu sagen wars nicht. doch man nahm mich in die stelle auf, berücksichtigte aber nicht das von mir gesagte. es wurde auch nicht weitergeleitet. und die chefin mit der ich das gespräch hatte, machte sich ja komplett rar. nur ab und zu kam sie rein, grinste manisch und versicherte sich dasss alles in ordnung sei. ncihts war in ordnung. aber gute mine machte man zum sehr sehr bösen spiel. jetzt an diesem montag beginnt die tipmamsell dort ihre fünfte woche und ist auchg schon breit ujnd fett auf der homepage zu sehen. von meiner nachfolgerin noch ka spur. die lernensgrad ein. die wird jetzt gfick*t: in stalingrad, im gulag.
nun aber wirklich. da entspricht frau jahrelang den wünschen der pers-chefs und kriegt keine kinder. dann am end is sie die bllöde, weil die kindesmütter sich ihre arbeitszeit aussuchzen dürfen und heimgehen dürfen. es gibt eine firma - ka*psch. da ists genau so. wer keine familie hat, hat der firma zu gehören. parallele - beide organisationen rühmen sich ob ihrer familienfreundlichkeit und mitarbeiterzufriedenheit. wer sich das um den hals hängt, hände weg. es wird gründe geben dass dies notwendig haben es so zu betonen.
nun seh ich mich dort in fantasie, in meiner vierten woche sie in ihrer fünften. und ich dauernd angsterfüllt in die arbeit hastend: wenn ihrem einen kind der zeh wehtut und das andre kind um aufmerksamkeit schreit: pflegeurlaub. elternsprechtag. elternverein. und ich darf das alles einarbeiten. sie krank. kids krank. ich um 9hj erfahrend, haha heute hast dunicht kurztag, hast langtag. NO_tu_NO. und wenn dann ich nicht funktioniere und für die tipmamsell einspring werd ICH gekündigt, nicht etwa sie. soweit zu fairness und gerechtigkeit der fy*ckerfirmen.

wie erwähnt galts ja sowohl den eigenen bürotisch als auch den beratungstisch (zeitweise) zu versorgen. für den beratungstisch gabs ausgeklügelte pläne wer wann dran war. oft kam wer, und man hatte keine ahnung, weil das ne kunde von nem völlig andren department war. dort hatte man anzurufen, wurde aber hängengelassen, weil man nicht gemeinsam zu mittag gegessen hatte.
das waren die zwei plätze, die in 20 stunden zu bespielen war, war aber nicht alles. im kids-katapult kommt noch die dritte stelle dazu.
klar hatte ich telefon umzustellen wenn ich den nachmittag am beratungstisch verbrachte. mein büro war nicht so nah, musste 2x ums eck laufen und zugsperrt wars. immer wieder zusperren. den berate-tisch aber nciht allein lassen, kunden könnten dokumente entnehmenb während sie warten. umstellen funktionierte aber teils nicht. ja und wenn ich anrufe erwarte oder gar die chefin komt und was will hab ich alle dókuments und mappen bei mir zu haben, weil weissgott was für ne frage kommen kann oder ein raum für die veranstaltungsorganisation. ich die unterlagen nicht dabei weil ich an mein platz nicht bin. ich darf den platz aber nicht verlassen um an mein platz zu gehen.

eine sub-kategorie hätte man mir auch aufgeschwatzt, mit einer sub-chefin, die komplette hysterikerin war. die einzigen 2 mal wo ich sie erlebte, war sie hektisch und hysterisch. sie brauche das und das und sie müsse nun zu einer produktṕräsentation gehen und der kopierer funktioniere nicht weil sie brauche noch papiere. es war das irrenhaus hinter potemkinsch architektonisch ausgetüftelter fassade.

diesen fachterminus las ich gleichfalls unlängst. ich muss ja nun enttraumatisierungs literatur lesen. gleichzeitig hau ich alte arbeitserinnerungen weg. und denk dabei an ne chefin die auf pressefotos und so zeug wie 1 lackiertes hutschpferd grinste. in wahrheit war die wirklich schwer launisch - von einem zum nächsten moment entwickelte sie sich zum tyrannen. um dann wieder total auf lieb zu tun und vieleicht auch noch die mäderlstimme aufzusetzen. also echt jekyll hyde war in der frau.
jetzt hätte icvh wieder so eine gehabt, von der ich in den wenigen tagen aber nur das liebe grinsen sah. nur einmal, da wollte sie uns den freitag nachmittag anschwatzen. das unterband ich. höflich.
jedenfalls war ich so von der einstigen jekyllhyde chefin posttraumatisiert, dass in den gaNZn vier tagen diese versagensangst da war. zu wissen. bei dem was sich die vorstellen kann ich garnicht den entsprechungen genüge tun. oich kann das garned schaffen. hab vor meiner nase die frau, die das ganze nixh angeht, vermeintliche kollegin und ichg warat der jackl wesen. arschkarte. alles wär an mir gehangen udn klar geht das schief. unter voraussetzungen wie ujnten beschrieben (kein eigner ndrucker, 2 arbeitsplätze in halbtags zufriedenstellen, dann auch noch kopier und mühsame einscann jobs dicker journale) komplett krank.a lso das zeug waer gerasht und ich hätt das janusgesicht der chefin kennenlernen müssen. also ich hab jkeine worte für was ich da empfind. die absolute unmöglichkeit. dieses herabrieseln alter traumata, dass es ärger nimmer geht. welcher schock. lähmung. panik in den augen flucht und verzweiflung. letztlich der letzte ausweg. wie eben in der story des 23.3. abends beschrieben. wo alles egal ist. wo man nur will dass es endet.

wir kommen jetzt zu subjektiver empfundenen donts dieses unzumutbaren irrsinnsjobs.
wie schult man ein. nun, 2x hätten wir gelegenheit gehabt (nämlich die alte grausige alzi und ich) dass wir gegenüber sitze, jede an einem pc. ideale einschul-situation. sie leitet mich an und wir haben dasselbe am schirm. sie reitet mir nicht auf und ich muss die sache unter verbaler anleitung aber allein hinkriegen. zeit zum mitnotieren vorausgesetzt.
NEIN - sie wollte mir aufreiten während des einschulens. mir dann entgegenschmeißend 'ich setze zuviel voraus' sie nämlich. der satz wurde ja schon als 'ich wusste nicht wie blöd du bist' enttarnt.
schon am ersten tag kommt ne sub-chefin von mir, die sich im lauf der wenigen tage noch als hysterikerin herausstellt. immer sah ich sie hektisch und fordernd. 'ich brauche grüne kreide, wo ist die grüne kreide ich brauche sie umgehend'. die worte hinschleudernd knallt sie den mädi-koffer (medienkoffer) links vonmir auf meinen doch-nicht-künftigen schreibtisch. was ist das jetzt für ein körperlicher angriffbitte. nicht alles. ein käseblasser kerl kommt und nimmt von hinten den stempel raus. eine rundstampiglie. und damit stempelt er so ein papier. auf meinem schreibtisch. so fest und krampfig, als würde er nägel einschlagn. mehrere papiere. welch terror.wo bin ich da gelandet. alles komplett respekt los. die einschulerin hingegen, mit ihren toten augen von london sie erinnert mich an die protagonistin eines horrorfilms den ich unlängst sah. wie sie mich ansieht. mit leerem blick. wie ein zombie.
nun ich bin selber als schwerst traumatisiert aus diesen vier horrortagen hervorgegangen. ich setze mittels dieses tippens grad erst wieder die implodierten teile meiner seele zsam. aber ich glaub, die - die hat nen ewigkeitshieb. nun, soweit zu nem teil der subjektiven empfindungen. to be continued.

in den nur vier tagen traumatisierenden schockerlebnisses am vermeintlich neuen arbeitsplatz wurde ich mindestens zweifach nachweislich komplett auflaufen gelassen. das eine mal fand statt, als ich am beratungstisch stand. ein kunde wollte seine probeware zurück. die sachbearbeiterin hätte sie am tisch zurücklassen sollen, auch ein usb stick soll dabei gewesen sein. es war eine dame von nicht-unserer-abteilung. ich rief bei der chefsekretärin jener abteilung an. sie sagte sie würde in deren raum nachschauen. nichts tat sie. viele minuten lang lag der hörer total still. nichts tat sich mehr. ich konnte dann nur noch auflegen. der kunde sah die gesamte zeit ruhig zu. ich rief bei der co-chefsekretärin an, lief mit dem kunden zu der abteilung und im nu war das zimmer offen und die bücher da. da eine zweite frau am beratungstisch gestanden war, konnte ich den beratungstisch dazu kurz verlassen. normalerweis bin ich dort alleine. wäre ich dort allein gewesen, hätt ich mich auf die hölle-pur eingelassen. die chefsekretärin hatte mich mutwillig blöd sterben lassen. ich hinge jetzt noch am hörer dort.

das zweite auflaufen lassen geschah in dieser hudriwudri unkoordinierten alzheimer-pseudo-"einschulung". da ging die frau alzi (jener vollzeit-pensionsfall) dann nur schnell was kopieren und kam daraufhin nichtmehr wieder. ich saß da, und fragte mich: nun geht es nun weiter oder kommt die jetzt garnimmer? und in all diesem grundtenor verlief brockenweise diese einschulung. einmal war ich 10 minuten zu früh da. nichtmal meine jacke hatte ich abgelegt. ohne dass ich was zu schreiben in der hand hatte, begann sie aus dem nichts heraus, das gesamte firmengelände zu erklären mit einiger orientierung und raum-nummer. hektisch packte ich mein schreibzeug aus, ich war kaum zum durchatmen gekommen. sie liess mcih nichtmal ankommen. es war jede minute panik pur.

ich bins wirklich gewöhnt, gute arbeit zu tun, aber dort wird jeder schritt zunichte gemacht. momentan regnet es die ganzen minitraumata, die ich wie nadelstiche schlag für schlag in den nur vier tagen in der crashenden firma mitansehen musste.
wenn der beratungstisch nicht geöffnet ist, gibts immer eine andre, die zuständig ist den türöffne-knopf zu drücken. da müssen die frauen teilweis ein stock runterlaufen während ihrer arbeit um den tuerknopf zu drücken.
als ich mal am beratetisch sitz muss ich ein finanzpapier einscannen, das geklammert ist. also entklammern. ich will zur heftmaschine greifen, dies zu lösen - die hat oft auch einen provis. entferner. auf allem hier liegt ne staubschicht entdecke ich. es sind ja potemkinsche arbeitsplätze die eigentlich niemandem gehören, weil man sich keine empfangskraft leistet im gebäude. ich wische das alles mit leicht angefeuchtetem tuch ab. säubern tut also auch niemand. graut den frauen nciht wenn ihre kleidung und finger hier dreckig werden?
ein printer würde sehr wohl beim berat-tisch stehen, ist aber für mich nicht freischaltbar. müssten wir beantragen. was nicht mehr geschehen muss. ich lief ja mit wehenden fahnen dort raus.
um die entferner-schwiegermutter zu bestellen, muss ich viking schreiben. ich kann das nicht etwa in einem zentralen lager abholen. aber vom gesamten 25-er leute team kann jederzeit jeder zu mir kommen und so einen scheiss wollen. eine viking bestellung wegen zweier klammerentferner?? und wenn der lieferant kommt, bin ich grad ausserhalb meiner halbtagsdienstzeit nicht anwesend, oder die hendln san alle oben und keiner macht ihm auf?
infolge papiermangels (?) darf kein einziges blatt zuviel gedruckt werden. ich druck aber meine notizen ich brauchs und kann händisch nicht lesen. wie krank weit geht das spardiktat!
eine frau D erwisch ich immer wieder am drucker. einmal kaum dass sie geht, macht der drucker TAKTAKTAK und signalisiert paperjam. sie hat aber eben fertig gedruckt. weiss sie wie man dsa erzeugt, damit cih ein prob mehr hab? wenn ich sie weiters am drucker seh, geh ich gleich zum weit entfernten ausweich drucker. sie ist eine garnciht gute. ist zu merken am blick den sie mir entgegenschleudert.
also einfache sachen. geklammertes entklammern, scannen müssen (zur sicherheit, vorm postweg). das dyann als anonymisierte zahl in der postinbox haben, einordnen wiederfinden müssen bei bedarf. all dies in eile und rennen. nie auch nur fünf minuten ungestört zur konzentration an meinem eigentlichen platz. udn dort: vis a vis ständig die tippmamsell die in ruh den ganzen tag vor sich hinarbeitet. die absolute unmöglichkeit.

so an die drei traumata aus unlängster zeit musste ich komprimiert in diesen vier tagen wieder-erleben. hier genügt nur ein fitzelchen des erlebten zur erinnerung, aber ich bekams noch dazu volle pulle ab. der nächste aspekt bezieht sich auf die führungskraft, die sich sofort rar macht.
am ersten tag sah man die person überhaupt nicht. am zweiten tag kam sie kurz hinein und fragte, ob alles in ordnung sei. am dritten tag versuchte sie uns beiden neuen einen fünften nachmittag (das ist freitag) aufzuschwatzen, welcher nachgewiesenermaßen unnötig ist. wann immer man an ihrem raum vorbei kam, hing dort ein schild 'ich arbeite am projekt: nicht stören'. ungefähr so wie das schild im hotel. unansprechbar.
auch hier will ich anmerken, wie man mit jener verwordackelten dreierkonstellation, in der wir uns befanden: also die tippmamsell, ich ramona, und die alzheimersche einschulerin - umgehen möge.
die tippmamsell kam schon in der woche 'n' in die firma. ich ramona kam erst in der woche n+1 montags nach. in beiden fällen - speziell aber wenn alle drei beisammen sind, ist ein wenigstens viertelstündiges roundtable inkl chefin zu machen! wie ist die aufgaben aufteilung. wie arrangieren wir uns mit der arbeitszeit. wie verläuft die einschulung. und nochmal: IST ARBEITSPLATZBESCHREIBUNG BEIDER (!) VORBEREITET WORDEN!?

es ist einzusehen, dass für sach-arbeiter und magister der drucker draußen steht und sie ihre arbeiten alle paar stunden mal abholen gehen: sich einloggen, dokument auswählen, drucken hin+rückweg. dies gilt nicht für ein sekretariat! hier werden pausenlos listen, excel sheets, konzepte, korrespondenz, kommunikations-belege, ja auch notizen und einfache niederschriften gedruckt, die mit der hand unleserlich wären! protokolle, entwürfe!
nun verhält es sich aber in der versagerfirma so, dass sämtliche papiere, die bedruckt werden, aber auch scans ausschließlich vom großkopierer im kopiererkammerl abzuholen sind, gleichzeitig das kammerl, wo die sekretärin dicke heftln einzuscannen hat. einfach alles. die rangniedrige sekretärin scannt wie besessen, die abteilungsleiterin kann ihr blödes kleines blatt nicht abholen. sparmaßnahmen, die sich wieder in latenten aggressionsquellen entladen. alles bremsend, neurotisch, angstgeladen! es gehört zumindest in das papier-intensive sekretariat (2pax) ein kleiner drucker! und sollte dies nicht möglich sein, sollte man zumindest einen flachbettscanner reinstellen, damit wenigstens nicht draußen zu jeder unzeit kopiert werden muss! ein weiterer schwarzer punkt damit in meiner, id est ramonas erfahrung in der versagerfirma.

 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma