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Prekarität jenseits der Mindestsicherung

 
grad eben eine verhunzte bewerbung nummer 114 rausgeschickt. funzt am neuen computer noch nicht so wie sie soll.
jedenfalls hatte ich das G15 am mittwoch, vielleicht zweitrunde am donnerstag. am freitag dann in jedem fall da G16 (schlechtverdienjob) - und gleich darauf montag das G17 in einem verein bei einer dame, die am telefon sehr sehr unsympathisch wirkte. mal sehen. es sollte bald was weitergehen.

hier bei 84 startet rubrik ANKEDOTEN im blog. es geht dabei um das aufarbeiten des letzten dienstverhältnisses, das von anfang an eine unterbezahlte arschkarte gewesen war. umringt war ich von leuten, die alle irgendwie vernünftige plätze hatten -selber jedoch wurde ich verheizt bis zum zusammenbruch. die tastatur ist nimmer fähig, das aufzunehmen. aus dem grund ist die rubrik jetzt für 20 stories auf pause.
sie geht weiter bei 105: vommaulwurf zur hysterischen spitzmaus - man glaubt es geht nimmer, doch schlimmer gehts immer! http://ist.twoday.net/stories/894829439

einstweilen ist die jobsuche zwar vorhanden, jedoch recht langweilig, weil schlagartig keine einladungen mehr daherkommen. um das weblog am leben zu erhalten, will ich daher künftig hier referieren über die traumatisierend demütigenden arbeitssituationen, die ich mit hauptchef maulwurf im sachbuchverlag zu ertragen hatte: eine rückkehr ins topic der anekdoten sozusagen. ich musste - ohne ein gerät zu haben, hunderte bücher kopieren sehr dick mit tausenden hauchdünnen seiten. er wollte keine schwarzen streifen auf den kopien - er hätt sich ja sein ärmelchen beschmutzen können. aber als er 1x mit blassen kopien zu mir kam, verlangte er, ich solle sie ihm als kopie-von-kopie ne stufe dünkler kopieren, weil man sie dann besser lesen könne - da war wieder so ein moment, wo ich dem dummen A*** das ganze gesäuselwerk einfach nur noch gern um die ohren gehaut hätte. ja es mag sein, dass ich dies schon wo im log beschrieben habe. aber der grund, dass ich dzt wohl noch nicht offen für neues bin, ist dass ich die traumata erst schritt für schritt langsam verarbeiten muss. ich wünsche mir ja nur eine jobchance noch. wenn ich die 1,5-3 jahre durchgestanden habe, dann kann ich dem arbeitsmarkt das kreuzzeichen geben (in form eines mittelfingers). nur, genau deswegen muss ich in diesem letzten job meines lebens, der da kommt, würdig entlohnt werden. das ist in krisenzeiten mehr und mehr unmöglich. dass die krise angeblich ende 2015 endet, hilft mir garnicht weiter. bin ich jetzt schon mitte 40 und keinen tag mehr so jung wie heute. mit ende 40 ist es dann wirklich over und ich habe die chance nicht mehr. ich muss paradoxerweise einen job finden, der noch genau die zeit der krise anhält. es geht des weiteren die mär, dass das pense system sich noch 12 jahre hält und dann 2025 endgültig kracht. eingeleitet wird dies mit den ab juni 14 einsehbaren pensionskonten - wo millionen menschen sehr sehr bös erwachen werden. ich weiss es heute schon: es wird für mich so um die dreihundert euro pense geben. irgendwie ist mir das egal. es ist allen jungen leuten heute egal. aber ich bin ja nimmer jung. lachen muss ich über die trotteln was nixahnend in ne pense kasse vorsätzlich einzahlen, auf dass deren geld dann kollektiv durch fatale anlagen vernichtet wird. das geschah ja schon bisher so. ein verantwortungsvoller bürger wird doch bitte imstande sein, sein knedel selbst zu verwalten. nein, sie geben es alle ab. sie geben alle die verantwortung ab. dumme schafe.

einerseits bewältige ich weiterhin die traumata meiner verhöhnungssituation zwischen 11 und 13. es gibt da sehr viel, was ins unterbewusstsein verschoben wurde. und solange dies nicht verarbeitet ist, werde ich mich auch innerlich nicht für eine neue berufliche herausforderung öffnen können. ähnliches auch haben mir die coaches in der maßnahme gesagt. alles deutet darauf hin, dass das schicksal weiterhin im einklang mit dem lauf der dinge ist. mir kommts ja vor wie ein gemobbtwerden seitens des arbeitsmarkts. letztes gespräch am 14. noch eine lapidare absage am 18. dann nie mehr was von irgendwem gehört, außer vielleicht ne mail-absage. ja und diese woche, die ja eine feiertagswoche ist, wo die zeitung desaströs ausschaut - ich habe doch mit vereinter kraft auch aus dieser woche (ka/ku) zwei inserate lukriert, die es anzuschreiben lohnt. mittlerweile stehe ich ja eigentlich nur noch devot an um vorstell-möglichkeiten. ich will freilich diese gespräche wiederhaben. aber es sollen nur gespräche sein, die auch zielführend in was gehen, was ich dann jahrelang machen werde. nach drei herben enttäuschungen denke ich, ein letztes mal im leben sollte ich doch noch die möglichkeit bekommen, mich in einer arbeit ein bisserl verwirklichen zu können, menschenwürdig entlohnt zu werden und ein wenig anerkennung zu kriegen. also - ich trete nach 10 wochen arbeitslose in die erschreckende routine eines suchenden ein. habe aber rückschläge wie interview-reihe-abriss, und virenattacke vorläufig überstanden.

hab ich vor 2 wochen noch geunkt, wegen eines blöden termins - so ist mit einem mal alles gestorben. das kam so. vor einer woche ereilte mich ein sehr aggressiver trojaner. über 3 freunde kam ich zu einem linux gerät mit chrome. das zeigt mir nicht alles, aber es geht. ausserdem erstand ich ein tablet um hundert euro. damit kann man sich nicht bewerben. aber ich lerne die faszination des tablet kennen. wichtig nun, dass ich die drei hauptbörsen besuche
  • http://www.stepstone.at
  • http://www.derstandard.at/Karriere
  • http://www.Karriere.at
    von diesen zeigt mir weder tablet noch chrome so exakt wie sonst die offnen stellen an. doch kann man in diesen dreien so manches juwel finden, das zumindest interessante bewerbungstermine abwirft. bleiben noch die krakenarme meines ehem. konzerns. die schreiben direkt auf der website aus. was des weiteren mir abhanden kam, ist mein aon/chello account. er ist nur via tablett anwählbar. mit chrome komme ich nicht rein. mit windows (virenversucht) geh ich nicht rein, um das PW zu schützen. bleibt: windoof-scherm mit windowsSieben neu aufsetzen lassen. mit allen erschwernissen die dazugehören. datensicherung, alle externen programme draufspielen und lauter so späße. wie soll ich in dieser zeit an bewerbungen denken. bin seit sieben tagen so am rotieren, dass ich ganze tage nicht zum essen komme! also fahre ich das mindestprogramm, welches vom ams verlangt wird. samstäglich 2 kurier inserts beantworten. wenn nur eins rausschaut, muss eins aus dem internet extrahiert werden. die sache wird also von prosperierenden 4-5 bewerbungen / woche und jedem 10. tag ein interview auf 2 laschi-applications runtergefahren, die wohl kaum gespräche abwerfen werden. ich kann also die 14 talks revue passieren lassen und bin in dieser harschen zeit so weit entfernt von einer maloche wie nie zuvor. ja, es könnte mir gefallen, wenn ich eine vernünftige bmg hätt. die ist bekanntlich nicht da. immerhin hab ich im ams kurs glernt, wie ich meine gehaltsvorstellung subtiler und eleganter rüberbringe. derzeit - so leids mir tut - kann ich keinen job in meinem leben gebrauchen. dennoch fahre ich maschinell das bewerbungsprogramm ab und verschicke die bestmöglichen dokumente. ja klar auch ich will mir die nadel im heuhaufen nicht entgehen lassen. aber das schicksal hat gesprochen. tschuldige ams, ich kost eh nur 500 im monat. ich kann mir momentan keine arbeit finden. habe auch so burnout. wenngleich dies unglaublich erscheint!

  • es gibt - selten aber doch - termine, wo nicht ich den recruiter verarsche, sondern der recruiter mich. handelt sich um ein immo-inserat mit website-addi, aber ohne website. dame ruft an. sagt mir nicht wie und was, nur ich solle in ein cafe kommen. ich komme ins cafe und sitze rum. dann ruft dame an, sie säße ja schon da. ja im hintersten winkerl sitzt sie mit dem chef. dorthin soll ich mich also bemühen, recruitet zu werden. für mich ist nur ein ungelenker platz mit ungedecktem rücken frei. sowas mag ich garnicht. trotzig setze ich mich mit männertasche und hut am schoß auf diesen stuhl, der so feststeckt, dass ich ihn kaum verrücken kann. unwillig lasse ich mich recruiten. wenigstens zahlen mir diese 2 unnötigen das getränk. immerhin kann ich eruieren, dass es sich um ne adresse in der b-gasse nr 5 handelt. dort solle ich tgl ab 8h früh erscheinen und buchhalten. grade dass ich den 2 dahergrennten obdachlosen nicht den vogel zeige. artig bedanke ich mich für das getränk und ziehe von dannen. dieses ist termin 14. und damit ein termin, der wohl der demütigendste und unnötigste seit je war. solche leute brauchen mir ned mal a absage zu schicken. allein schon durch meine sitzposition signalisierte ich, der schmonzes interessiert mich null. von geld ist überhaupt keine rede, zumal da nicht mal ne 20 std stelle rausschaut. es gibt schon irre in dieser arbeitswelt. ekel überkommt mich. mit G14 erreiche ich alle 3000er. ich schlage damit innerhalb kürzester zeit den rekord an interviewdichte. es ist damit schwerst bedenklich, dass es noch zu keiner anstellung gekommen ist. klar ist mir, dass ich auf meine 1600 für 30h beharre. und die sind schwer zu erreichen wie nur was!

     

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